Internationale Koordination für die Dekade

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IFOR (IVB, Internationaler Versöhnungsbund)

ist weltweit eine der ältesten inter-religiösen NGOs, die sich für den Frieden einsetzt.

Er wurde 1919 als Antwort auf die Schrecken des Krieges in Europa gegründet. Seit seiner Gründung hat IFOR stets eine entschiedene Haltung gegen Krieg und Kriegsvorbereitungen vertreten. Die Gründer von IFOR , überzeugt von der Notwendigkeit einer Wiederversöhnung auf weltweiter Ebene, hatten die Vision einer auf den Glauben gegründeten menschlichen Gemeinschaft, die durch "tätige Liebe" die ungerechten politischen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen zu verändern vermag. IFOR setzt sich ein für Programme und Aktivitäten zur Versöhnung, zum Aufbau des Friedens und der Konfliktbewältigung. IFOR engagiert sich für die Gewaltfreiheit in einer spirituellen Perspektive.

Heute umfasst FOR 71 verschiedene Zweige, Gruppen und angeschlossene Gruppen in über 50 Ländern auf allen Kontinenten. Trotz seiner Organisation auf nationaler und regionaler Ebene versucht IFOR die Trennlinien zwischen den einzelnen Staaten, die ja meistens die Ursachen von Konflikten und Gewalt sind, zu überschreiten. IFOR umfasst Mitglieder aus allen wichtigsten spirituellen Traditionen sowie weitere Mitglieder, die ihr Friedensengagement aus anderen spirituellen Quellen schöpfen.

Das internationale Sekretariat von IFOR in Alkmaar in den Niederlanden koordiniert die Kommunikation zwischen den Mitgliedern von IFOR, verbindet die einzelnen Zweige mit Ressourcen der capacity-building , koordiniert Kampagnen, internationale Delegationen und dringliche Aktionen. IFOR hat nationale und internationale Konferenzen veranstaltet, Kampagnen zur Öffentlichkeitsarbeit lanciert, Material zur Erziehung publiziert und Module zur Ausbildung entwickelt. IFOR unterhält weltweit extensive Beziehungen zu anderen ähnlichen NGOs und zu Initiativen der zivilen Gesellschaft. Seine 90jährige Erfahrung auf dem Gebiet aktiver Gewaltfreiheit wird von diesen NGOs und vielen anderen Organisationen anerkannt und geschätzt.

IFOR setzt auch einen Schwerpunkt auf die internationale Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit für die Kinder unserer Welt (2001-2010), die von der UNO verkündet und von der Unesco geleitet wird. Außerdem bietet IFOR mit seinem Women Peacemakers Program (Frauen als Friedensstifterinnen) (WPP) seinen Mitgliedern eine Ausbildungsmöglichkeit zur Bewußtwerdung der Gender-Problematik an (la conscience de genre) an. IFOR hat ständige Vertreter in den USA (UNO) in New York, in Genf und in Wien, die regelmäßig an Konferenzen und Treffen der UNO-Institutionen teilnehmen, an denen sie ihr Zeugnis und ihre Sachkenntnis über die verschiedenen regionalen Perspektiven einbringen, gewaltfreie Alternativen auf dem Gebiet der Menschenrechte, der Entwicklung und des Waffenabbaues fördern. IFOR hat bei der UNO (ECOSOC und UNESCO) beobachtenden und beratenden Status.

Unter den ehemaligen und aktuellen Mitgliedern von IFOR befinden sich sechs NobelpreisträgerInnen: Jane Addams (1931), Emily Green Balch (1946), Chief Albert Luthuli (1960), Dr. Martin Luther King Jr. (1964), Mairead Corrigan-Maguire (1976), Adolfo Perez Esquivel (1980) : sie alle haben aktiv zur Verbreitung der Erziehung zur Gewaltfreiheit beigetragen bzw. tun es immer noch.

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