Die erste Dekade unseres neuen Jahrtausends ist der Schaffung einer neuen Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit gewidmet. Genau damit beschäftigt sich Pax Christi schon seit seiner Gründung.
Die Mitglieder unserer Bewegung gehen an die Verwirklichung dieses Ziels in sehr unterschiedlicher Weise heran, und zwar aufgrund ihrer individuellen Erfahrung sowie des Anteils, den sie im Ringen um diese Ziele leisten wollen. Deshalb umfasst der Begriff "Friede" innerhalb von Pax Christi einen so weiten Bereich. Unsere Mitglieder entfalten einen breiten kreativen Rahmen von Aktivitäten, indem sie auf lokaler oder nationaler Ebene sehr unterschiedliche Initiativen ergreifen, wie zum Beispiel Ausstellungen von Kinderzeichnungen, in denen Kinder ihre eigenen Kriegserfahrungen malen, oder Kampagnen gegen den Waffenhandel, Exerzitien, die der spirituellen Dimension zur Wiederherstellung des Friedens gewidmet sind, Studientage für Politiker usw.
Ein für Pax Christi spezifischer Zugang besteht darin, sich an die Mitglieder innerhalb ihrer Kirchengemeinde zu wenden und sie dazu aufzufordern, die Leiden derer zu teilen, die verzweifelt nach Frieden und Gerechtigkeit rufen. Wir sind direkt engagiert in einer solidarischen Aktion mit unseren Mitgliedern und Partnern der von Konflikten betroffenen Regionen. Mit unserer Aktion des Lobbying und unseren Friedensinitiativen unterstützen wir Friedensbemühungen, die in zahlreichen Gegenden der Welt von der einheimischen Bevölkerung entfaltet werden: in Zentralamerika, Brasilien, Haiti, Ost-Timor, Sudan, Zentralafrika und auf dem Balkan.
Pax Christi verbindet Aktion und tiefe Spiritualität; es lässt sich immer noch leiten von den ursprünglichen Motivationen seiner Gründer: Versöhnung, Annäherung der Antagonisten, die zur Schaffung neuer Beziehungen geleitet werden sollen. Gemeinsam überwinden wir die Enttäuschungen, die dieser Aktion innewohnen, und halten die Hoffnung aller an eine Zukunft des Friedens und der Gerechtigkeit aufrecht.
Der universelle Aspekt unserer Weltsicht spiegelt sich wider in der kosmopolitischen Struktur unserer Bewegung. Die Hälfte der Mitglieder unseres Direktionskomitees stammt aus dem "Süden". Sie definieren ihre Politik nach "regionalen Befragungen" von ihren Partnern, Sektionen und der Region angegliederten Organisationen. Gemeinsam arbeiten sie Strategien aus, verstärken ihre Netzwerke von Mitgliedern und vertiefen ihre Beziehungen zu unserer Bewegung auf weltweiter Ebene.
"Der Friede liegt in unseren Händen. Allen - Christen, Gläubigen, Männern und Frauen, die guten Willens sind, sage ich: fürchtet Euch nicht, auf den Frieden zu setzen, den Frieden zu lehren. Er wird das letzte Wort in der Weltgeschichte haben!"
(Johannes Paul II.)
Pax Christi International setzt sich seit über einem halben Jahrhundert für den Frieden ein. Die Bewegung ist hervorgegangen aus dem Traum einer französischen Dame am Ende des zweiten Weltkrieges, die an eine mögliche Versöhnung ihrer Landsleute mit den Deutschen glaubte. Diese Vision hat sich heute auf die ganze Welt erweitert.
"Unsere Aktivitäten bestehen aus Spiritualität, Gebet, Studium und konkreten Aktionen; unsere täglichen Bemühungen lassen sich von Solidarität und Mitgefühl leiten." (Erklärung der Allgemeinen Politik von Pax Christi)
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