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Aufruf der Friedensnobelpreisträger
| UNO-Resolution
UNO-Resolution
54.
Plenarsitzung
10. November 1998
53/25.
Internationale Dekade für eine Kultur des Friedens und
der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder der Welt (2001-2010)
Die
Generalversammlung,
unter
Hinweis auf ihre Resolution 52/15 vom 20. November 1997 und die
Resolution 1997/47 des Wirtschafts- und Sozialrats vom 22. Juli
1997, mit denen das Jahr 2000 zum Internationalen Jahr für
eine Kultur des Friedens erklärt wurde, sowie auf ihre Resolution
52/13 vom 20. November 1997 über eine Kultur des Friedens,
unter
Berücksichtigung der Resolution 1998/54 der Menschenrechtskommission
vom 17. April 1998 mit dem Titel "Wege zu einer Kultur des
Friedens" ,
unter
Hinweis auf die einschlägigen Resolutionen der Generalversammlung
und der Menschenrechtskommission betreffend die Dekade der Vereinten
Nationen für Menschenrechtserziehung (1995-2004),
unter
Berücksichtigung des Projekts "Wege zu einer Kultur
des Friedens" der Organisation der Vereinten Nationen für
Erziehung, Wissenschaft und Kultur,
im
Bewußtsein dessen, daß die Aufgabe der Vereinten Nationen
die Bewahrung kommender Generationen vor der Geißel
des Krieges den Übergang zu einer Kultur des Friedens
erfordert, die mit ihren Werten, Einstellungen und Verhaltensweisen
ein auf den Grundsätzen der Freiheit, der Gerechtigkeit und
der Demokratie, aller Menschenrechte, der Toleranz und der Solidarität
beruhendes gesellschaftliches Neben- und Miteinander widerspiegelt
und fördert, die Gewalt ablehnt und danach trachtet, Konflikte
zu verhindern, indem sie gegen deren tiefere Ursachen angeht,
um Probleme im Dialog und auf dem Verhandlungsweg zu lösen,
und die die uneingeschränkte Wahrnehmung aller Rechte und
die Möglichkeit der uneingeschränkten Teilhabe am Entwicklungsprozeß
ihrer Gesellschaft garantiert,
in
der Erkenntnis, daß Kindern weltweit durch verschiedene
Formen der Gewalt auf allen Ebenen der Gesellschaft ungeheures
körperliches und seelisches Leid zugefügt wird und daß
eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit die Achtung des
Lebens und der Würde jedes Menschen ohne Vorurteile oder
Diskriminierung jedweder Art fördert, in Anerkennung der
Rolle, die der Erziehung dabei zukommt, eine Kultur des Friedens
und der Gewaltlosigkeit aufzubauen, insbesondere indem Kinder
darin unterwiesen werden, Frieden und Gewaltlosigkeit aktiv zu
leben, was die in der Charta der Vereinten Nationen verankerten
Ziele und Grundsätze fördern wird,
betonend,
daß die Förderung einer Kultur des Friedens und der
Gewaltlosigkeit, aufgrund deren Kinder lernen, in Frieden und
Eintracht miteinander zu leben, was zur Stärkung des Weltfriedens
und der internationalen Zusammenarbeit beitragen wird, von den
Erwachsenen ausgehen und den Kindern vermittelt werden sollte,
unterstreichend,
daß die geplante internationale Dekade für eine Kultur
des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder der
Welt dazu beitragen wird, daß auf der Grundlage der in der
Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze sowie
der Achtung vor den Menschenrechten, der Demokratie und der Toleranz,
der Entwicklungsförderung, der Friedenserziehung, des freien
Informationsflusses und der umfassenderen Teilhabe von Frauen
als ein ganzheitlicher Ansatz zur Verhütung von Gewalt und
Konflikten eine Kultur des Friedens sowie Anstrengungen gefördert
werden, deren Ziel es ist, die Voraussetzungen für den Frieden
und dessen Konsolidierung zu schaffen,
in
der Überzeugung, daß eine solche Dekade zu Beginn des
neuen Jahrtausends maßgeblich zu den Anstrengungen beitragen
würde, die die internationale Gemeinschaft unternimmt, um
den Frieden, die Eintracht, alle Menschenrechte, die Demokratie
und die Entwicklung in der ganzen Welt zu fördern,
-
erklärt den Zeitraum von 2001 bis 2010 zur Internationalen
Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit
zugunsten der Kinder der Welt;
- bittet
den Generalsekretär, der Generalversammlung auf ihrer fünfundfünfzigsten
Tagung im Benehmen mit den Mitgliedstaaten, den zuständigen
Organen der Vereinten Nationen und den nichtstaatlichen Organisationen
einen Bericht und den Entwurf eines Aktionsprogramms zur Förderung
der Durchführung der Dekade auf örtlicher, nationaler,
regionaler und internationaler Ebene vorzulegen und die Aktivitäten
der Dekade zu koordinieren;
- bittet
außerdem die Mitgliedstaaten, die notwendigen Schritte
zu unternehmen, um sicherzustellen, daß auf allen Ebenen
ihrer jeweiligen Gesellschaft, namentlich in den Bildungseinrichtungen,
Unterweisung darin erteilt wird, Frieden und Gewaltlosigkeit
aktiv zu leben;
- fordert
die zuständigen Organe der Vereinten Nationen, insbesondere
die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung,
Wissenschaft und Kultur und das Kinderhilfswerk der Vereinten
Nationen, auf und bittet die nichtstaatlichen Organisationen,
die religiösen Institutionen und Gruppen, die Bildungseinrichtungen,
die Künstler und die Medien, die Dekade zugunsten aller
Kinder der Welt zu unterstützen;
-
beschließt, die Frage der Internationalen Dekade für
eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der
Kinder der Welt (2001-2010) auf ihrer fünfundfünfzigsten
Tagung
unter dem Tagesordnungspunkt "Kultur des Friedens"
zu
behandeln.

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